Zystitis

Problem und Zielsetzung

Du hast ständig wiederkehrende Harnwegsinfekte, die keine anatomische Ursache haben. Du möchtest Deine Gesundheit unterstützen, Dein Immunsystem stärken und damit weniger anfällig für Infekte werden.

Ursachen und Prävention

Was sind die Ursachen?

Eine chronische Harnwegsinfektion ist oft das Ergebnis eines geschwächten Immunsystems. 

Eine Harnwegsinfektion oder medizinisch Zystitis genannt, ist meist unangenehm, lässt sich aber normalerweise gut behandeln und die Beschwerden verschwinden bald. Sie kann aber auch chronisch werden. Generell trifft eine Blasenentzündung zum größten Teil Frauen, was unter anderem an der weiblichen Anatomie liegt. Die Ursache durch unerwünschte Keime, anatomische Gegebenheiten, begünstigt durch Kälte und Nässe oder zu wenig Flüssigkeitszufuhr sind meinst gut bekannt. Doch es gibt weitere Ursachen und Risikofaktoren, die wir beeinflussen können: so ist der Körper zum Beispiel eher anfällig für eine Zystitis, wenn das Immunsystem schwächelt oder sich der Hormonspiegel ändert:

  • Hormonschwankungen zum Beispiel durch Wechseljahre oder Stress
  • Einnahme der Pille 1
  • Immunsystem: Eine geschwächte Immunabwehr begünstigt generell chronische Erkrankungen. Man geht heute davon aus, dass eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Harnwegsinfekten den immunologisch-biologischen Defekten zukommt. Infektionen des Harntrakts entstehen besonders dann, wenn ein geschwächtes Immunsystem vorliegt, das eine höhere Infektanfälligkeit begünstigt.
  • Stress: Oft leiden Patienten an einer Blasenentzündung, wenn sie vermehrt unter Stress stehen und so der Psyche einiges abverlangen. Denn auch psychische Belastung setzt den Abwehrkräften zu und kann demnach Ursache für eine Blasenentzündung sein. Durch anhaltenden Stress befindet sich der Körper in stetiger Alarmbereitschaft, wofür er Energie aufwendet, die letztlich dem Immunsystem fehlt
  • Diabetes und hoher Blutzucker: Bei Diabetes gibt die Niere vermehrt Zucker in den Urin ab. Zucker wiederum ist ein idealer Nährboden für Bakterien, die sich dadurch leicht vermehren können. Häufig geht Diabetes mellitus auch mit einer Blasenfunktionsstörung einher, bei der in der Folge meist Restharn in der Blase verbleibt, worin sich Erreger ebenso wohlfühlen. So erhöht sich letztlich das Risiko für eine Zystitis. 
  • Ungesunde Ernährung
  • Antibiotika: Eine Behandlung mit Antibiotika kann die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen und dadurch Auswirkungen auf das Immunsystem haben, was wiederum die Entstehung einer Zystitis begünstigt. 
  • Schwangerschaft

Die Maßnahmen sind je nach Ursache vielfältig, hier eine Auflistung:

Welche Maßnahmen helfen?

  • Zum Arzt: Bei akuter Blasenentzündung sollte immer der Arzt konsultiert werden, der die entsprechenden Maßnahmen ergreifen kann. Vor allem gilt dies bei Schmerzen in der Nierengegend, und/oder Fieber, da hier die Gefahr einer Nierenbeckenentzündung besteht, und/oder Übelkeit oder Erbrechen.
  • D-Mannose: D-Mannose wird zwar vom Körper aufgenommen, allerdings nicht verwertet. Es gelangt unverändert direkt in die Blase und wird zusammen mit dem Urin zusammen wieder ausgeschieden. So hilft D-Mannose, die Bakterien zu binden 2 und kann sowohl zur Vorbeugung und auch unterstützenden Behandlung bei Blasenentzündungen eingesetzt werden.
  • Immunsystem stärken: Da eine Infektionen des Harntrakts besonders dann entsteht, wenn das Immunsystem geschwächt ist, ist eine allgemeine Stärkung des Immunsystems durch gute Ernährung, Bewegung, die richtigen Mikronährstoffe und ein gutes Stressmanagement zu empfehlen.
  • Entzündungshemmende Ernährung: Nahrung kann sich sowohl positiv als auch negativ auf Entzündungsprozesse im Körper auswirken können. Als besonders entzündungshemmend und somit als förderlich bei einer Blasenentzündung gelten Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffe, die Vitamine A, C, D und E und Mineralstoffe wie Zink oder Magnesium. Im Gegensatz dazu können raffinierter Zucker und Weißmehl­produkte zur Entstehung von entzündungs­fördernden Boten­stoffen beitragen und Entzündungsprozesse fördern. Außerdem können Kaffee, Alkohol und zuckerhaltiges Getränke die Blase reizen und sind somit bei Harnwegsinfekten nicht zu empfehlen. 
  • Hormonpräparate: Was viele Frauen nicht wissen: Die Sexualhormone Östradiol, Östriol und Östron haben auch eine wichtige Schutzfunktion. Sie docken an Rezeptoren in der Schleimhaut der Harnwege an, sorgen dafür, dass sich die Zellen erneuern, und ein abwehrstarker Schutzschild entsteht. Dieser stellt auch sogenannte Peptide her, die antibiotisch wirksam sind und schädliche Mikroorganismen bekämpfen. Eine gesunde Blase braucht also Östrogene und östrogenhaltige Cremes können dadurch bedingte Beschwerden verbessern.
  • Bluttest: Ein Bluttest kann Aufschluss geben über Entzündungswerte, Langzeitblutcker, Nährstoffmängel und Hormonstatus. Mehr dazu hier: Blood-Snapshot

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  1. Interstitial Cystitis or Painful Bladder Syndrome in a Premenopausal Female Precipitated by Oral Combined Contraceptives ↩︎
  2. D‐mannose for preventing and treating urinary tract infections ↩︎